Die Jazz Werbeagentur ist Geschichte.


Aber nicht vergessen. „Jazz ist ein innerlich ablaufender Prozess, der sich als ein andauerndes Entdecken manifestiert“. Diese geniale Beschreibung von Keith Jarrett entdeckte ich zu dem Zeitpunkt, als ich 1999 die Gründung einer Werbeagentur plante und einen Namen dafür suchte.

Besteht das Leben nicht ehedem aus andauerndem Entdecken? Sind wir etwa alle Jazzer?

Jedenfalls fand ich, dass meine Agentur „Jazz Werbeagentur“ heißen soll. Und bis jetzt hat mich der der Name immer darin unterstützt Entdeckerlust zu zeigen, unabhängig von eventuellen „Erfolgen“. Sie zählen nicht auf dem Weg der Entdeckung und stellen sich bei entsprechender Neugier und Hingabe von selbst ein. Zumindest im Inneren.

Aber auch die Entdeckung äußerer Gebiete war ja damals nicht so einfach. Erstaunlich, dass es erst knapp 20 Jahre her ist, dass man die Bibliothek bemühen mußte um z. B. das Grundprinzip des Zweitakters zu entdecken. Oder gar Menschen fragen mußte, die sich – hatte man Glück und war man freundlich genug –, ein Blatt Papier und eine Stunde Zeit nahmen und so die erste Neugier stillten.

Doch so hat jede Generation ihre Herausforderungen. Als das Modell T ab 1913 auf Fließbändern gefertigt wurde (das habe ich jetzt gegoogelt; die Fließband-Idee kam Henry wohl im Schlachthof), verschwanden alte Anforderungen und neue entstanden.

Bei dieser – mittlerweile privaten – Website geht es also um das was ich für entdeckenswert hielt und halte. Um einen Teil meiner Geschichten und Neugierden. Wie z. B. die Jazzwerbeagentur, die der Einfachheit halber weiter für diese Website steht, obwohl sie nur noch erzählen kann.

Werner Stahl, Mai 2018




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